SPD Schönwalde-Glien

Vom Neubeginn der Arbeit in unseren Jugendklubs

Bildung

Im Streit der Parteien bleibt die Wahrheit oft auf der Strecke, hört man. Das ging mir durch den Kopf, als ich erneut vom Disput des Bürgermeisters mit AfD-Vertretern las. Der interessierte Bürger fragt sich, was ist nun dran an den Vorwürfen und Behauptungen? Ich trete dafür ein, dass wir von Fakten ausgehen – für Meinungsstreit über Verbesserungen und für sachliche Kritik bleibt dann immer noch Raum.

Die Fakten: Im Laufe des letzten Jahres war Unzufriedenheit über die Jugendklub-Arbeit aufgekommen. Die Zahl der Jugendlichen, die sich in die Klubs hingezogen fühlten, war geringer geworden, das Angebot schien nicht attraktiv genug und nicht den Interessen entsprechend; es ging auch um veränderte Öffnungszeiten. Grund genug, den Betreiber zu wechseln. Die Folge: Der Bildungsausschuss diskutierte in seiner Sitzung am 29.11.16  ausführlich darüber und beschloss mit Mehrheit, „die Jugendklubarbeit der Gemeinde zu übertragen“. Die Gemeinde, vertreten durch den Bürgermeister, hat diesem Beschluss eine gewisse Priorität gegeben. Die Suche nach einem Träger war schwierig, nachdem der Freidenkerverband ausfiel, mit dem bereits Gespräche stattgefunden hatten. Der Gemeinde selbst fehlte die hinreichende Fachkompetenz. So kam der ASB mit einer neuen Geschäftsführerin und einem geänderten Angebot erneut in Betracht. Am 6.12.16 fand ein erstes Gespräch darüber statt, in dem es um die Wünsche der Gemeinde für eine veränderte Ausgestaltung der Jugendklub-Arbeit ging. Darüber wurde die Gemeindevertretung in der Sitzung am 6.12.16 informiert..

Die Gemeinvertretung hat dann am 15.12.16 einstimmig (18:0:0) beschlossen, mit dem ASB einen Kooperationsvertrag abzuschließen und hinzugefügt, dass das Konzept mit den Jugendlichen zu erarbeiten sei. Dieser Beschluss ist aus verschiedenen Gründen sehr zu begrüßen, weil er sachgerecht und wegen der Einmütigkeit von gesellschaftspolitischer Bedeutung ist, zumal die Kämmerin sofort darauf positiv reagiert hat und ganz konkret entsprechende Veränderungen im Haushalt vornahm. In der Sitzung des Bildungsausschusses am 16.2.2017 habe ich dies anerkannt, auch weil die Bürger wissen sollten, dass die Gemeinde die Jugendarbeit wichtig findet, sie nicht aus dem Blick verliert.

Kritik an der Fortsetzung der ASB-Zusammenarbeit ist möglich, ich teile sie aber nicht. Zunächst verweise ich darauf, dass auch im Ausschuss zu Protokoll gegeben wurde, „dass man den gefassten Beschluss auch ändern könne, wenn der ASB ein Konzept vorschlägt und seine Herangehensweise ändere.“ Dann aber begründe ich meine Position damit, dass nach aller Erfahrung, die Verwaltung niemals ein Konzept hätte in der kurzen Zeit erarbeiten können, dass ohne zeitliche Lücke die Jugendklub-Arbeit hätte fortgesetzt werden können. Wäre aber eine zeitliche Lücke, also ein vorübergehendes Schließen der Klubs, nötig gewesen, dann wäre die Fortsetzung der Arbeit mit den Jugendlichen ungleich schwieriger, wenn nicht über einen längeren Zeitraum unmöglich geworden. Das hätte man nicht verantworten können. Aus diesem Grunde, aber auch um der neuen ASB-Leitung eine Chance zu geben und sie nicht wegen der alten Leitung zu belasten, ist der Abschluss zu begrüßen.

Der Vertrag hat aufgenommen, was in der Diskussion im Bildungsausschuss für richtig gehalten wurde:

 Er dient der „Weiterführung und Weiterentwicklung der Jugend-Arbeit“ heißt es im Vertrag – also keine einmalige Festschreibung, sondern flexible Entwicklung, wodurch der neue Mitarbeiter, vor allem aber die jeweils anwesenden Jugendlichen Einflussmöglichkeiten haben.

Außerdem steht im Vertrag: „In jedem Quartal finden Abstimmungen zwischen beiden Partnern statt.“ Genau das ist richtig, übrigens ziemlich selten in Verträgen – weil es der Gemeinde Korrektur erlaubt auf der Basis der Erfahrung und nach dem Willen derjenigen, um die es wirklich geht, der Jugendlichen nämlich.

Der Vertrag nimmt weiter auf, was wir verlangten: die Ausweitung der Zielgruppe bis zu 19Jährigen  und noch wichtiger: „gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen werden aktivierende und gestalterische Freizeitangebote geschaffen“, d.h. nichts wird vorgeschrieben, nichts wird von Erwachsenen-Vorstellungen diktiert, sondern ausgegangen wird von den Interessen und Wünschen, von der Motivation und den Vorstellungen der anwesenden Jugendlichen. Richtig so.

Als besonders erfreulich ist zu nennen, dass der ASB mit Beginn der „neuen Phase der Zusammenarbeit“ – so möchte ich es mal nennen – einen weiteren Mitarbeiter eingestellt hat, der sich bereits vorgestellt hat, zu Jugendlichen werbend Kontakt aufgenommen hat und von allen im Ausschuss positiv beurteilt wurde. Wenn nun die Gemeinde, wie angekündigt, ebenfalls einen Mitarbeiter einstellt, kann die Jugendklubarbeit ausgeweitet werden.

Und noch etwas wird in der Diskussion oft unterschlagen: Der Vertrag ist nicht zementierend! Unter Pkt. 6 des Vertrages ist festgelegt, dass nach der Umfrage bei Jugendlichen die Tage und die Öffnungszeiten festgelegt werden. Kann man es demokratischer und jugendgemäßer machen?

Natürlich kann man in der kurzen Zeit der neuen Phase noch kein abschließendes Urteil fällen. Noch ist darüber zu befinden, wie diese Arbeit ausgeweitet werden kann und auf welche Weise der Kreis der Besucher, der tatsächlichen Nutzer vergrößert werden kann.

Wilfried Seiring, Vorsitzender des Bildungsausschusses der Gemeindevertretung

 
 

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Autor: Boston, Datum: 26.04.2017


 

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